Leptospirose beim Hund: Symptome erkennen und richtig handeln


Schwarz-weißer Hund trinkt aus einer Pfütze, über verunreinigtes Wasser kann Leptospirose beim Hund übertragen werden
Dein Hund ist plötzlich matt, erbricht oder trinkt und uriniert anders als sonst? Dahinter können viele Ursachen stecken. Eine davon ist Leptospirose beim Hund, eine bakterielle Infektion, die Nieren, Leber und Lunge schädigen kann. Auch Menschen können sich mit Leptospiren anstecken. Deshalb ist es wichtig, schnell zu handeln und ein paar Hygieneregeln zu kennen.

Das Wichtigste zur Leptospirose beim Hund im Überblick
  • Leptospirose, früher auch „Stuttgarter Hundeseuche“ genannt, wird durch Bakterien verursacht und kann Hunde jeder Größe, Rasse und Lebensweise treffen. 
  • Infizierte Tiere scheiden die Erreger mit dem Urin aus. Vor allem Ratten und Mäuse tragen zur Verbreitung in der Umwelt bei. 
  • Anstecken kann sich Dein Hund über verunreinigtes Wasser, feuchten Boden und den Kontakt mit infizierten Tieren. 
  • Fieber, Mattigkeit, Erbrechen, verändertes Trinken oder Wasserlassen und gelbliche Schleimhäute sind mögliche Warnzeichen. 
  • Atemnot, starke Schwäche und kaum oder kein Urin brauchen sofort tierärztliche Hilfe. 
  • Eine regelmäßige Impfung ist ein wichtiger Schutz, wirkt aber nicht gegen alle krankmachenden Leptospiren. 
So kannst Du bei Verdacht auf Leptospirose beim Hund vorgehen
  • Ruf bei verdächtigen Beschwerden früh in der Praxis an. Sag, wie Dein Hund geimpft ist und ob er Kontakt zu Mäusen, Ratten oder belastetem Wasser hatte. 
  • Bei Atemnot, Kollaps oder wenn Dein Hund kaum noch Urin absetzt: sofort in die nächste Praxis oder Klinik fahren und Dich ankündigen. 
  • Fass Urin nur mit Handschuhen an. 
  • Gib keine Antibiotika-Reste, entwässernden Kräuter oder Medikamente für Menschen auf eigene Faust. 
  • Ohne akute Beschwerden kannst Du Fragen, etwa zum Impfschutz, auch in einer telemedizinischen Beratung klären. 
  • Halte nach der Behandlung Medikamente, Hygieneregeln und Kontrolltermine zuverlässig ein. 

Hinweis: Dieser Ratgeber hilft Dir bei der Einordnung, ersetzt aber keine Untersuchung. Ob Dein Hund Leptospirose hat, zeigen nur Untersuchung und Labortests.


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Impfschutz verstehen

Erfahre, welche Impfungen Dein Hund braucht und wie oft sie aufgefrischt werden. 

Hinweis: Bei Atemnot, Zusammenbruch, starker Schwäche, Blutungen, gelben Schleimhäuten oder wenn kaum oder kein Urin abgesetzt wird, ist sofort eine Tierarztpraxis oder der Notdienst aufzusuchen.

Was ist Leptospirose beim Hund?

Leptospirose ist eine bakterielle Infektion, die mehrere Organe gleichzeitig schädigen kann. Die Erreger, die Leptospiren, sind bewegliche, schraubenförmige Bakterien. Ein älterer Name für die Erkrankung ist „Stuttgarter Hundeseuche“. Es gibt viele verschiedene krankmachende Leptospiren-Typen, deshalb schützt die Impfung auch nicht gegen alle.

Im Körper verteilen sich die Bakterien über das Blut. Besonders oft schädigen sie die Nieren. Die Nieren regeln, wie viel Wasser und Salze im Körper bleiben. Auch Leber, Blutgefäße und Lunge können betroffen sein. Manche Hunde erkranken kaum merklich, bei anderen wird es lebensbedrohlich.1 Eine Ansteckung ist auch möglich, wenn Dir kein Kontakt zu Pfützen oder Mäusen aufgefallen ist.


Wann ist Leptospirose beim Hund ein Notfall?

Ist Dein Hund deutlich krank, warte nicht ab, bis alle typischen Anzeichen da sind. Die Ampel hilft Dir bei der Entscheidung. Sie ist kein Test auf Leptospirose.

Beobachten, wenn:

  •  Dein Hund möglichen Kontakt hatte, etwa zu einer Pfütze oder Maus, aber völlig unauffällig ist 
  • er einmal aus einer Pfütze getrunken hat (das bedeutet nicht automatisch eine Infektion) 
Noch heute die Praxis anrufen, wenn:

  • Dein Hund ungewöhnlich müde ist oder weniger frisst 
  • er anders trinkt als sonst oder erbricht, besonders nach möglichem Kontakt 
  • ihn eine Ratte oder ein anderes Nagetier gebissen hat 
  • er ungeimpft ist und engen Kontakt zu Nagetieren oder belastetem Wasser hatte 
Sofort in die Praxis oder zum Notdienst, wenn:

  • Dein Hund Atemnot hat oder zusammenbricht 
  • er sehr schwach ist oder blutet 
  • seine Schleimhäute gelb sind 
  • er kaum oder keinen Urin absetzt 
  • er immer wieder erbricht und kein Wasser bei sich behält 
  • er deutliche Schmerzen hat und sehr matt ist 

Ist Dein Hund unauffällig, prüfe seinen Impfschutz und beobachte ihn in den nächsten Tagen.


Welche Symptome zeigt ein Hund mit Leptospirose?

Leptospirose beginnt oft unauffällig und wird leicht mit anderen Erkrankungen verwechselt. Erste Anzeichen können Fieber, Abgeschlagenheit, schlechter Appetit und Erbrechen sein. Manche Hunde wirken schmerzhaft, bewegen sich ungern oder sind am Bauch empfindlich.

Checkliste: Darauf achtest Du

  • Dein Hund frisst deutlich weniger oder gar nicht.
  • Er erbricht immer wieder oder hat Durchfall.
  • Er trinkt oder uriniert ungewöhnlich viel.
  • Er versucht es, setzt aber kaum oder keinen Urin ab.
  • Zahnfleisch oder das Weiße im Auge wirken gelblich.
  • Er atmet schnell oder angestrengt, ist sehr schwach oder blutet.
Wichtig zu wissen: Keines dieser Zeichen beweist für sich eine Leptospirose. Auch Vergiftungen, andere Infektionen oder Erkrankungen von Nieren, Leber und Gallenwegen können ähnlich aussehen. Mehr zu einzelnen Beschwerden liest Du in unseren Ratgebern zum Erbrechen und zum Durchfall beim Hund.

Niere, Leber, Lunge: Welche Organe können betroffen sein?

Oft sind mehrere Organe gleichzeitig betroffen, und davon hängt die Behandlung ab.2

Organ Mögliche Folgen und Warnzeichen Was die Praxis tut
Nieren Akuter Nierenschaden. Anfangs teils viel, später wenig oder kein Urin. Der Salzhaushalt gerät durcheinander. Kontrolliert eng Urinmenge, Nierenwerte, Blutsalze und Flüssigkeitshaushalt.
Leber Leber und Gallenabfluss arbeiten schlechter. Die Schleimhäute werden gelblich. Prüft Leberwerte, Gallenfarbstoff und bei Bedarf die Blutgerinnung.
Lunge und Blutgefäße Blutungen, zu wenig Sauerstoff im Körper. Dein Hund atmet schnell oder schwer. Stabilisiert ihn schnell. Sauerstoff und Überwachung in der Klinik können nötig sein.
Oft sind mehrere Organe gleichzeitig betroffen. Die Warnzeichen allein beweisen aber noch keine Leptospirose.

Eine Blutung in der Lunge beginnt nicht unbedingt mit sichtbarem Bluthusten. Gelbe Schleimhäute wiederum sind kein Beweis für Leptospirose. Mehr dazu liest Du in unseren Ratgebern zur Niereninsuffizienz und zu Leberproblemen beim Hund.

Wie lange dauert es, bis Symptome auftreten?

Krankheitszeichen können etwa 2–14 Tage nach der Ansteckung auftreten.3 Oft lässt sich deshalb nicht sagen, bei welchem Spaziergang es passiert ist. Erzähl der Praxis von allen Kontakten und Veränderungen der letzten zwei Wochen.


Wie steckt sich ein Hund mit Leptospiren an?

Entscheidend ist der Kontakt zu infiziertem Urin und zu einer feuchten Umgebung, die damit verunreinigt ist. Ratten, Mäuse und andere Nagetiere können die Bakterien ausscheiden, ohne sichtbar krank zu sein. Über kleine Hautverletzungen und Schleimhäute gelangen Leptospiren in den Körper, etwa wenn Dein Hund aus belastetem Wasser trinkt oder auf nassem Boden unterwegs ist. Auch Bisse und Kontakt mit infiziertem Tiergewebe sind mögliche Wege.4

Leptospiren gelangen über den Urin infizierter Tiere in Pfützen, Gewässer und feuchten Boden. Über Schleimhäute oder kleine Hautverletzungen dringen sie in den Körper ein.

Wärme, Feuchtigkeit und Überschwemmungen helfen den Erregern, in der Umwelt zu überleben. Das Risiko beschränkt sich trotzdem nicht auf die Sommermonate. Auch in Stadtparks, Hinterhöfen und Gärten begegnen Hunde Nagetieren, kleine Stadthunde sind also nicht automatisch geschützt.
Nicht jede Pfütze enthält Leptospiren. Ratten- und Mäusekot ist nicht der typische Übertragungsweg, entscheidend ist vor allem ihr Urin.

Dein Hund hat eine Maus gefressen: Was jetzt?

Eine gefressene Maus bedeutet nicht automatisch Leptospirose. Notiere den Zeitpunkt und prüfe den Impfstatus. Zeigt Dein Hund Beschwerden oder gibt es weitere Risiken, besprich es mit der Praxis. Hat ihn ein Nagetier gebissen, muss die Wunde angeschaut werden. Melde Dich dafür noch am selben Tag.

Achtung: Hat das Nagetier vielleicht Giftköder gefressen oder ist Dein Hund selbst an einen Köder gekommen, ruf sofort die Praxis oder den Notdienst an. Warte nicht auf Symptome und bring Deinen Hund nicht selbst zum Erbrechen.
Mäuse können auch Parasiten übertragen, mehr dazu in unserem Ratgeber zu Würmern beim Hund. Vorsorglich Medikamente zu geben, ist trotzdem nicht sinnvoll.

Kann Leptospirose vom Hund auf den Menschen übertragen werden?

Ja, Leptospirose ist eine Zoonose, also auf Menschen übertragbar. Dass sich ein Mensch an einem erkrankten Hund ansteckt, ist aber selten belegt.3 Das verdient Aufmerksamkeit, aber keine Panik. Am wichtigsten ist, dass Urin nicht an verletzte Haut, in die Augen oder in den Mund gelangt.

Checkliste: Hygiene, wenn Dein Hund erkrankt ist

  • Trag beim Aufwischen von Urin Einmalhandschuhe und deck Wunden an den Händen ab.
  • Vermeide Spritzer, bei Spritzgefahr schütze auch Deine Augen.
  • Entferne zuerst den Schmutz und nimm dann ein Desinfektionsmittel, das Dir die Praxis empfiehlt.
  • Mische keine Reinigungsmittel und nutze keinen Hochdruckreiniger.
  • Wasch Dir nach Pflege und Putzen gründlich die Hände.
  • Frag die Praxis, wo Dein Hund sich während der Behandlung lösen soll und wie Du Decken und Textilien reinigst.

Achtung: Halte Kinder und andere Tiere von Urinpfützen fern. Schwangere und Menschen mit geschwächtem Immunsystem sollten das Putzen möglichst anderen überlassen.

Bekommst Du nach möglichem Kontakt Fieber, starke Kopf- oder Muskelschmerzen, geh zu Deiner Ärztin oder Deinem Arzt und erwähne den Verdacht auf Leptospirose. Wer keinen Kontakt zum Urin hatte, braucht nicht automatisch vorbeugende Antibiotika.


Wie stellt die Tierarztpraxis Leptospirose fest?

Die Diagnose ergibt sich aus Beschwerden, Organbefunden und gezielten Tests auf den Erreger. Gerade am Anfang kann ein einzelner Test unauffällig sein. Eine dringende Behandlung beginnt deshalb, ohne auf alle Ergebnisse zu warten. Wenn Du in der Nähe wohnst, untersuchen wir Deinen Hund gern in unserer 5-E™ Tierarztpraxis in Thalfang.

Blut- und Urinuntersuchungen zeigen, wie stark Nieren und Leber betroffen sind. Wichtig sind auch Blutdruck, Urinmenge und Kontrollen im Verlauf, bei Atemproblemen zusätzlich Sauerstoffmessung und Röntgen der Brust.1 Den Erreger sucht die Praxis häufig per PCR-Test in Blut und Urin, möglichst vor dem ersten Antibiotikum. Auch dieser Test kann trotz Infektion negativ ausfallen.

Ein Antikörpertest (meist der sogenannte MAT) kann am Anfang noch negativ sein und nach einer Impfung positiv, ohne dass Dein Hund krank ist. Aussagekräftiger sind deshalb zwei Proben im Abstand von etwa 1–2 Wochen. Steigt der Wert dazwischen deutlich, typischerweise mindestens auf das Vierfache, spricht das stärker für eine Leptospirose als ein einzelner Wert.3

Bring Impfausweis, frühere Befunde und eine Liste der bisherigen Medikamente mit.


Wie wird Leptospirose beim Hund behandelt?

Dein Hund braucht passende Antibiotika und eine unterstützende Behandlung, die sich nach den Organschäden richtet. Das Antibiotikum Doxycyclin bekämpft die Infektion und soll verhindern, dass sich die Erreger in den Nieren halten und weiter mit dem Urin ausgeschieden werden.3 Behält ein schwer kranker Hund keine Tabletten bei sich, bekommt er die Antibiotika anfangs über die Vene. Später passt die Praxis den Plan an.

Infusionen müssen genau zum Flüssigkeitshaushalt passen. Ein Hund, der kaum Urin bildet, darf nicht einfach möglichst viel Flüssigkeit bekommen, denn zu viel davon kann gefährlich werden, besonders bei betroffener Lunge. Dazu kommen je nach Zustand Mittel gegen Übelkeit, eine passende Ernährung und die Kontrolle der Blutsalze. Bei schwerem Nierenversagen kann eine Dialyse in einer spezialisierten Klinik infrage kommen.

Achtung: Gib Deinem Hund nichts auf eigene Faust. Antibiotika-Reste, entzündungshemmende Schmerzmittel oder Kräuter zum „Durchspülen“ der Nieren können zusätzlich schaden. Sag dem Praxisteam offen, was Du schon gegeben hast, auch Naturprodukte.

Was kostet die Behandlung?

Die Kosten hängen davon ab, wie schwer Dein Hund erkrankt ist, wie lange er in der Klinik bleibt und welche Behandlung er braucht. Häufig kommen wiederholte Blut- und Urinkontrollen, Medikamente und Infusionen zusammen. Sauerstoff, Intensivüberwachung oder Dialyse erhöhen die Kosten deutlich. Abgerechnet wird nach der Gebührenordnung für Tierärztinnen und Tierärzte (GOT), im Notdienst gelten besondere Regeln.5 Bitte früh um eine Kosteneinschätzung und informiere Deine Versicherung, falls Du eine hast.


Ist Leptospirose beim Hund heilbar?

Ja, ein Hund kann sich vollständig erholen. Schwere Verläufe können aber tödlich enden oder bleibende Schäden hinterlassen. Wie die Chancen stehen, hängt nicht nur von einem Nierenwert ab. Wichtig sind unter anderem Urinmenge, Atmung, Blutgerinnung, die Zahl der betroffenen Organe und wie Dein Hund auf die Behandlung anspricht.2 Je früher die Behandlung beginnt, desto besser lassen sich Folgeschäden begrenzen. Ist die Lunge stark betroffen oder bildet Dein Hund keinen Urin mehr, ist die Lage besonders ernst.

„Bei Leptospirose schauen wir nicht nur auf den Erregernachweis. Entscheidend ist auch, wie Nieren, Leber und Lunge arbeiten und wie sich diese Befunde unter der Behandlung entwickeln. Frag deshalb nach dem Verlauf, zum Beispiel nach Appetit, Nierenwerten und Urinmenge. Die Organe erholen sich oft langsamer, als es Deinem Hund wieder besser geht. Nach der Entlassung aus der Klinik gehen die Kontrollen deshalb weiter.“

Mehr über unser Expertenteam

Tierarzt Dávid Zárecký
Profilbild von Tierarzt Dávid Zárecký

Nach der Leptospirose: So unterstützt Du Deinen Hund

Zur Nachsorge gehören Kontrollen der Organe, gut verträgliches Futter, Ruhe und ein langsamer Weg zurück in den Alltag. Gib die Medikamente so lange wie verordnet, auch wenn Dein Hund schon munter wirkt. Wann Nieren- und Leberwerte, Urin und Blutdruck wieder geprüft werden, legt die Praxis fest.

Checkliste: Nachsorge zu Hause

  • Beobachte Appetit, Gewicht, Trinkmenge und Urin und notiere Veränderungen.
  • Geh oft kurze, ruhige Runden zum Lösen und stell immer frisches Wasser bereit.
  • Steigere die Bewegung nach Belastbarkeit und Rücksprache mit der Praxis.
  • Halte die Hygieneregeln ein und frag, wie lange sie gelten.
  • Melde Erbrechen, Durchfall, neue Schwäche oder veränderte Atmung früh.

Ganzheitlich betrachtet: Niere, Darm und Ernährung in der Erholung

In den ersten Wochen braucht Dein Hund vor allem genug Energie, Ruhe und frisches Wasser. Eine Nierendiät ist nach einer akuten Leptospirose nicht für jeden Hund lebenslang nötig. Bleibt eine chronische Nierenerkrankung zurück, plant die Praxis die Ernährung anhand der Befunde. Reduziere Eiweiß nicht eigenmächtig stark, das kann den Muskelaufbau erschweren.

Auch der Darm verdient Aufmerksamkeit, denn Antibiotika können die Darmflora aus dem Gleichgewicht bringen. Hat Dein Hund danach anhaltenden Durchfall, sprich das in der Praxis an. Auch Futter oder Nebenwirkungen von Medikamenten können dahinterstecken. Mehr dazu liest Du in unseren Ratgebern zum Aufbau der Darmflora und zur Schonkost. Ergänzungen für Darm oder Nieren können sinnvoll sein, wenn sie zu den aktuellen Befunden passen. Stimme sie mit Deiner Praxis ab, gerade solange die Nieren noch nicht stabil arbeiten.


Wie kannst Du Deinen Hund vor Leptospirose schützen?

Regelmäßige Impfung und weniger vermeidbarer Kontakt zu den Erregern ergänzen sich. Biete Deinem Hund unterwegs eigenes Trinkwasser an und halte ihn möglichst von stehenden, verschmutzten Gewässern fern. Lagere Futter so, dass Ratten und Mäuse nicht herankommen, und räum Futterreste weg. Nach Überschwemmungen ist besondere Vorsicht sinnvoll. Ganz ausschließen lässt sich eine Ansteckung damit nicht, deshalb lohnt sich der Impfschutz auch für Stadthunde.

Wie gut schützt die Impfung gegen Leptospirose?

Die Leptospirose-Impfung gehört in Deutschland zu den Impfungen, die für jeden Hund empfohlen werden (Core-Impfungen). Die Ständige Impfkommission Veterinärmedizin (StIKo Vet) empfiehlt einen möglichst breiten Schutz mit Impfstoffen gegen vier Gruppen von Leptospiren. Nach der Grundimmunisierung wird in der Regel jährlich nachgeimpft.6 Den genauen Plan richtet die Praxis nach Impfstoff und bisherigen Impfungen.

Die Impfung schützt nicht gegen alle Leptospiren-Typen und behandelt keine bestehende Infektion. Auch bei einem geimpften Hund mit passenden Beschwerden kann es deshalb Leptospirose sein. Eine schnelle Nachimpfung nach einem verdächtigen Kontakt ersetzt keine Untersuchung. Mehr dazu liest Du in unseren Ratgebern zu Impfungen beim Hund und beim Welpen.


Noch Fragen?

Du möchtest Befunde verstehen, die Nachsorge planen oder über den Impfschutz sprechen? In einer telemedizinischen Beratung wie DGT MEDICAL beraten Dich unsere Tierärztinnen und Tierärzte online, auch zu Laborbefunden und zur Ernährung. Für Untersuchung, Blut- und Urinproben braucht Dein Hund eine Praxis vor Ort. Wenn Du in der Nähe wohnst, untersuchen wir ihn gern in unserer 5-E™ Tierarztpraxis in Thalfang. Ist Dein Hund akut krank, fahr sofort in die nächste Praxis oder zum Notdienst.


Produktempfehlungen

Diese Produkte behandeln keine Leptospirose und ersetzen weder Antibiotika noch Infusionen oder eine nötige Diät. Sie können Deinen Hund nach der Behandlung begleiten, wenn sie zu seinen Befunden passen.

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    Kann Darmfunktion und Darmmikrobiom positiv unterstützen. Ideal bei z. B. Futterumstellung, zum Jahreszeitenwechsel oder nach Antibiotikagabe. Für Hunde ab dem 7. Lebensmonat, erhältlich bis 25 kg und von 25 bis 50 kg. Hatte Dein Hund Nieren- oder Leberprobleme, besprich die Kur vorher mit Deiner Praxis.
  • NEPHRO SUPPORT Mit Birkenblättern und Artischocke
    Mit Kräutern wie Buschklee, Chrysantheme und Katzenbart. Hoher Gehalt an Magnesium und Vitamin C. Flüssig und einfach unter das Futter zu mischen. NEPHRO SUPPORT kommt erst nach der akuten Phase infrage. Ob und wann es passt, entscheidet Deine Praxis anhand der aktuellen Befunde, vor allem der Nierenfunktion und der Urinmenge.

Fazit

Impfschutz prüfen. Warnzeichen ernst nehmen. Nachsorge einhalten. 

Leptospirose beim Hund kann mehrere Organe betreffen und braucht bei Verdacht eine schnelle tierärztliche Einschätzung. Blut- und Urinuntersuchungen, gezielte Tests auf den Erreger und der Verlauf gehören dabei zusammen. Mit passenden Antibiotika und einer sorgfältig gesteuerten Behandlung kann sich Dein Hund erholen, schwere Verläufe bleiben aber gefährlich. Mit klaren Hygieneregeln schützt Du Dich und andere. Regelmäßige Kontrollen zeigen, ob sich Nieren und Leber erholen oder weiter betreut werden müssen. 


Häufige Fragen

Die Organe brauchen oft länger als die akute Behandlung. Manche Werte bessern sich in Tagen bis wenigen Wochen, die weitere Erholung kann Wochen bis Monate dauern. Bleibende Nierenschäden sind möglich, die Kontrollen zeigen, wie es weitergeht.
Ja, Katzen können sich anstecken und die Erreger ausscheiden, krank werden sie aber seltener. Hygiene im gemeinsamen Haushalt bleibt deshalb sinnvoll. Zeigt Deine Katze Beschwerden, erzähl ihrer Praxis von der Erkrankung Deines Hundes.
Ja, Leptospirose bei Säugetieren ist in Deutschland in der Tierseuchenmeldeverordnung aufgeführt. Melden müssen das Labore oder unter bestimmten Voraussetzungen Tierärztinnen und Tierärzte, nicht Du als Halterin oder Halter. Beim Menschen ist der Nachweis einer akuten Infektion nach dem Infektionsschutzgesetz meldepflichtig.
Das hängt davon ab, ob er die Erreger noch mit dem Urin ausscheidet und ob die Behandlung wirkt. Nach mindestens 48 Stunden mit dem passenden Antibiotikum Doxycyclin gilt das Risiko laut internationalem Fachkonsens als deutlich geringer, eine Garantie ist das aber nicht. Wie lange die Hygieneregeln gelten, legt Deine Praxis fest.
Ja, besonders bei schweren Organschäden. Ein positiver Befund bedeutet aber nicht automatisch schlechte Aussichten. Entscheidend sind der Zustand Deines Hundes, die betroffenen Organe und wie er auf die Behandlung anspricht.
Ja. Die Impfstoffe decken nicht alle krankmachenden Leptospiren ab, und auch die bisherigen Impfungen spielen eine Rolle. Passende Beschwerden nimmt die Praxis deshalb unabhängig vom Impfstatus ernst.
Wenn er völlig unauffällig ist, nicht automatisch. Prüfe seinen Impfschutz und beobachte ihn in den nächsten Tagen. Hat er Beschwerden, fehlt der Impfschutz bei einem erheblichen Kontakt oder gibt es andere Risiken, besprich das Vorgehen mit Deiner Praxis.

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Über Tierarzt Dávid Zárecký

Ich bin Tierarzt mit einem ganzheitlichen, nachhaltigen und vorsorgeorientierten Ansatz. Mein beruflicher Weg begann in der Slowak ... Weiterlesen

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